Kampagne zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
Für die Regionalagentur WIN Emscher-Lippe entwickelte ich gemeinsam mit studiokwi die strategische und inhaltliche Konzeption einer regionalen Kommunikationskampagne zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Ziel des Projekts war es, Unternehmen für die Lebensrealität pflegender Beschäftigter zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und konkrete Unterstützungsangebote sichtbar zu machen.
Bild: studiokwi
Ausgangspunkt war eine fundierte Zielgruppenanalyse sowie die Auswertung regionaler Strukturen, Studien und Bedarfe. Darauf aufbauend entwickelte ich die Kommunikationsstrategie, zentrale Botschaften, Claims und die sprachlichen Leitlinien der Kampagne. Außerdem verantwortete ich die Texte für sämtliche Kommunikationsmittel – von Großformatplakaten und verschiedenen Printmedien über eine zielgerichtete LinkedIn-Kampagne bis hin zu Informationsmaterialien für Unternehmen.
Bild: Studiokwi
Besonderen Wert legte ich auf eine verständliche, diskriminierungssensible und faktenbasierte Ansprache, die sowohl die Herausforderungen als auch die Kompetenzen pflegender Beschäftigter sichtbar macht und Unternehmen konkrete Handlungsansätze vermittelt. Die Kampagne folgte einem einheitlichen kommunikativen und visuellen Konzept. Ergänzend entstand ein barrierefreier digitaler Pflegeatlas als Website, der Informationen, Praxisbeispiele und Unterstützungsangebote für Unternehmen bündelt.
Das Projekt wurde interdisziplinär umgesetzt. Die Creative Direction, das Projektmanagement sowie die visuelle Konzeption, das Kampagnendesign und das barrierefreie Webdesign lagen bei studiokwi (Kathrin Windhorst). Ich war für Analyse, Kommunikationsstrategie, inhaltliche Konzeption und Text verantwortlich. Die Illustrationen stammen von Rahel Haack (Radunkel Illustration), die technische Umsetzung des Pflegeatlas übernahm Tim Haberstroh.
Die enge Zusammenarbeit von Strategie, Text, Design, Illustration und Webentwicklung ermöglichte eine konsistente Kampagne, die Unternehmen niedrigschwellig anspricht und die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege als gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftsaufgabe sichtbar macht.