Bürgewald – Ort der Zukunft
Bürgewald – Ort der Zukunft
Bürgewald ist ein Dorf im Rheinischen Revier, das dem Braunkohletagebau weichen sollte – und geblieben ist. Es befindet sich in einem offenen Transformationsprozess, dessen Ausgang noch ungeschrieben ist.
Die meisten Bewohner*innen wurden umgesiedelt. In die leerstehenden Häuser sind Geflüchtete aus mehr als zehn Nationen gezogen. Einige Alteingesessene sind geblieben, Rückkehrende bringen neue Impulse, Klimaaktivist*innen kämpfen um den angrenzenden Wald und richten sich selbst im Dorf ein. Planende versprechen eine Zukunft als Modellort.
Wie lebt es sich an einem Ort, der zwischen Abriss und Aufbruch steht. Wo Flucht auf Stillstand trifft, Protest auf Planung, Leerstand auf Vision. Wo politische Entscheidungen konkrete Lebensrealitäten prägen und Heimat zur Verhandlungssache wird.
Von Menschen, die blieben oder zurückkamen, die nicht wissen, ob sie bleiben dürfen, die Brücken bauen. Gesellschaftliche Transformation zeigt sich hier vielschichtig und widersprüchlich im Kontext von Klimakrise, Flucht und Strukturwandel.
Das Projekt verbindet Recherche, Gespräche und dokumentarisches Erzählen in Text und Bild.
Konzeption, Recherche, Interviews, journalistisches und fotografisches Erzählen
Die fotografischen Arbeiten wurden im September 2025 im Künstlerhaus Bethanien ausgestellt. Sie entstanden im Rahmen eines Seminars an der Ostkreuzschule für Fotografie bei Annette Hauschild.